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WILLKOMMEN BEIM SENIORENBEIRAT DER VERBANDSGEMEINDE LINZ AM RHEIN

Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz am Rhein begrüßt Sie ganz herzlich auf der neu eingerichteten Homepage. Für Anregungen, aber auch Kritik sind wir immer dankbar.

Ihr Seniorenbeirat 

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Viel Spaß beim ersten Tanztee

Zum ersten gemeinsamen Tanztee für die Bewohnerinnen und Bewohner der Linzer Seniorenheime hatte jetzt das Seniorenzentrum „Linzer Berg“ nach Kretzhaus eingeladen. Und der Ansturm war groß, neben den Gästen aus der Residenz St. Antonius und dem Heim der Verbandsgemeinde hatten sich auch einige Damen und Herren aus der Gemeinde Vettelschoß und dem Katharinentreff Linz zum Tanzen eingefunden.

Hannelore Nitsche vom Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde ist die Initiatorin dieser unterhaltsamen Veranstaltung, die an diesem Tag von der Frauentanzgruppe aus Leubsdorf, unter der Leitung von Monika Jopp-Höver eröffnet wurde.

Im bunt geschmückten Saal, bei Kaffee und Kuchen, sorgte Herr Loeb für die musikalische Begleitung. Dazu trug Edyta Dorynek, die Leiterin des sozial-kulturellen Dienstes im „Linzer Berg“, stimmungsvolle Frühlingsgedichte vor.

Am Ende der Tanzveranstaltung waren sich alle Beteiligten über den überaus gelungenen Nachmittag einig und freuen sich schon jetzt auf den nächsten Tanztee am 31.8.2012 in der Senioren-Residenz St. Antonius.


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Ergebnisse der Mitgliederversammlung des Seniorenbeirates der Verbandsgemeinde Linz am Rhein

Donnerstag, 22.März 2012, 15:00 Uhr, im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung, Linz am Rhein, Am Schoppbüchel 5.

Tagesordnung:

1. Kassenbericht 2011

2. Was macht der Seniorenbeirat?

Die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates berichtet:                                                                               - „Kümmerer“, soziales Engagement vor Ort                                                                                           - Hindernisfreie Verbandsgemeinde, was ist daraus geworden?                                                      - Zusammenarbeit mit den Linzer Seniorenheimen                                                                              - Hospizliche Betreuung in unserer Region                                                                                             - „Aktiv im Alter“, eine Arbeitsgruppe berichtet

3. Verschiedenes


Zu Tagesordnungspunkt
1

Kassenbericht 2011
Vor Beginn der Sitzung war eine Übersicht der Finanzlage des Seniorenbeirates an die Mitglieder verteilt worden und wurde kurz von Wolfgang Walter erläutert. Erfreulicher Weise konnten ca. 1200 Euro als Guthaben nach 2012 übernommen werden. Dies nicht zuletzt dank einer EVM-Spende in Höhe von 900 €. Zu erwähnen ist auch, dass vom Theater Bonn für den Auftritt des Erinnerungstheaters auf die ursprünglich vorgesehene Kostenrechnung von rund 800 Euro verzichtet wurde. Ganz besonderer Dank aber an die Mitglieder des Seniorenbeirates, die auch 2011 ihre Sitzungsgelder für die soziale Arbeit gespendet haben. Ohne weitere Wortmeldung wurde der Rechnungsabschluss genehmigt und dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Zu Tagesordnungspunkt 2

Was macht der Seniorenbeirat?

Die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates berichtet:                                                                               - „Kümmerer“, soziales Engagement vor Ort                                                                                           - Hindernisfreie Verbandsgemeinde, was ist daraus geworden?                                                      - Zusammenarbeit mit den Linzer Seniorenheimen                                                                              - Hospizliche Betreuung in unserer Region                                                                                             - „Aktiv im Alter“, eine Arbeitsgruppe berichtet

Zunächst berichtete Dr. Bruno Kirchhof, Beauftragter für Gesundheit und Betreuung und Mitglied der Arbeitsgruppe was sich hinter dem „Kümmerer“ verbirgt:

Beim Programm „Aktiv im Alter“ bildeten sich 2010 in den Bürgerversammlungen verschiedene Arbeitsgruppen. In der Arbeitsgruppe „Infrastruktur und Wohnen“ wurde ein Projekt diskutiert, mit dem insbesondere älteren Menschen in der Stadt Linz am Rhein und den verbandsangehörigen Gemeinden mit der Einrichtung eines Ansprech-partners / einer Ansprechpartnerin geholfen werden könnte. Eine solche Einrichtung ist dann als „Kümmerer“ bezeichnet worden.

Dazu hat die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates ein Konzept erstellt.
Das Konzept:
In der Verbandsgemeinde Linz gibt es eine große Zahl von Hilfsangeboten durch kommerzielle Anbieter, über die Kirchen, den Seniorenbeirat, andere von Ehrenamtlichen getragenen Organisationen und nicht zuletzt auch durch die Stadt- und Gemeinde-verwaltungen. Diese Möglichkeiten sind in einem Wegweiser für die Verbandsgemeinde Linz (erhältlich in gedruckter Form im Bürgerbüro oder auf der Homepage der Verbandsgemeinde mit dem Stichwort „Gesundheit“) zusammengefasst.
Alle dort gelisteten und vielleicht noch weitere Hilfs- und Betreuungsangebote, die bei Drucklegung des Wegweisers noch nicht bekannt waren, können aber nur die erreichen, die noch genügend Eigeninitiative aufbringen können, um Hilfe nachzufragen oder zum Beispiel durch den häufigen Einsatz von nachbarschaftlicher Hilfe die nötige Unterstützung erhalten. Erreicht werden auch nur die, die nur kommerziell zu erhaltende Hilfestellung bezahlen können, was leider mit zunehmender Häufigkeit nicht gegeben ist.

Das Ziel des Seniorenbeirates ist es daher, Menschen (Kümmerer) zu finden, die durch Verwurzelung in einem Ort oder einem “Quartier“ in einem dichten Netz sozialer Kontakte diejenigen findet, die Hilfe benötigen, um dann Hilfe zu organisieren bzw. zu vermitteln. Wir können und wollen nichts unversucht lassen, gerade den weitgehend initiativlosen, einsamen, meist alten oder behinderten Mitbürgern zu helfen und ihnen einen besseren Platz in unserer Gesellschaft einzuräumen. Dazu hilft manchmal schon ein gelegentliches Gespräch.

In Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde könnte – und sollte nach Überzeugung der Arbeitsgruppe – eine Kontaktstelle entstehen, die insbesondere die weiblichen und männlichen Kümmerer bei ihrem Einsatz vor Ort unterstützt. Diese Anlaufstelle könnte in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenbörse für die Kümmerer Kontakte vor allem in folgenden Hilfsbereichen herstellen:

- Soziales (Kommunikation gegen Vereinsamung)
- Gesundheit (ärztliche Versorgung, Betreuung)
- Haushalt (Einkauf, Reparatur, Garten)
- Behörden und Institutionen (Banken, Versicherungen, Verwaltung, Bahn)


Konkrete Hilfsangebote könnten z.B. sein:
- Beratung in allen oben genannten Bereichen,
- Vermittlung im kommunikativen Bereich (z.B. Geselligkeit, Kulturangebote, Besuchsdienste),
- Vermittlung von Fachleuten und Helfern,
- Vermittlung von Begleitpersonen,
- Vermittlung von Hilfen bei telefonischer und schriftlicher Korrespondenz (z.B. Behörde, Bank, Versicherung),
- Vermittlung von Hilfen bei Mobilitätsproblemen.

Mit Bürgerinnen, die sich bereits über ihre Vereine sozial engagieren, sind zu diesem Thema Gespräche geführt worden. Zumindest in einigen Ortsgemeinden will man versuchen, solche Kümmerer (überwiegend werden es wohl Damen sein) mit entsprechendem Mandat einzusetzen.


Zum Thema „Hindernisfreie Verbandsgemeinde“ verweist der Vorsitzende, Bürgermeister Hans-Günter Fischer, auf das im Mitteilungsblatt veröffentlichte Schreiben an die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde. Diese werden darin gebeten, beim Bereitstellen der Müllbehälter darauf zu achten, dass diese die schwächeren Verkehrsteilnehmer nicht behindern. Insgesamt ist festzustellen, dass beim wöchentlichen Aufstellen der Abfallbehälter seit dem Beginn der Kampagne des Seniorenbeirates eine Besserung eingetreten ist. Wo das aber noch nicht der Fall ist, wollen Mitglieder der Arbeitsgruppe den oben erwähnten Bürgeraufruf an die Anlieger der entsprechenden Straßen verteilen.

Überhaupt nicht zufrieden ist der Seniorenbeirat über das Verhalten der Abfuhr-unternehmen. Nach wie vor stehen die Mülltonnen nach der Leerung kreuz und quer auf den Gehwegen und machen ein Durchkommen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität unmöglich. Das Thema habe weiterhin höchste Priorität, betonte der Vorsitzende, insbesondere an verkehrsreichen Straßen dürfe durch solche vermeidbaren Hindernisse niemand zu Schaden kommen. Ggf. müsse mit dem Kreis als Vertragspartner der Abfuhrunternehmen weiter verhandelt werden; dies auch im Hinblick auf die ab 2013 geltenden Änderungen bei den Entsorgerfirmen. Durch die Neuvergabe der Aufträge würden ab kommendem Jahr teilweise andere Firmen die Mülltonnen abholen.

Auch Wolfgang Walter betonte, dass die Arbeitsgruppe bei diesem Problem am Ball bleiben werde. Mit den Abfuhrunternehmen würde weiter das Gespräch gesucht, wenn möglich auch mit den Mitarbeitern auf den Müllfahrzeugen.

Als Anwalt der schwächeren Verkehrsteilnehmer versucht der Seniorenbeirat bei Straßenbaumaßnahmen in der Verbandsgemeinde das Thema Barrierefreiheit mit einzubringen. Prof. Dr. Jürgen Gerlach, Fachingenieur für Straßenplanung an der Uni Wuppertal, hat in seinem Vortrag Ende letzten Jahres die Mitglieder des Beirates und die Ortsbürgermeister über den heutigen Stand solcher Maßnahmen informiert.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erhalten jetzt bei anstehenden Neu- oder Ausbau-maßnahmen eine Einladung zu den jeweiligen Anliegerversammlungen in der Stadt Linz und den Ortsgemeinden. Änderungsvorschläge und Kritikpunkte können dann schriftlich an den zuständigen Fachbereich der Verwaltung gerichtet werden, damit sie bei den abschließenden Beratungen und Beschlüssen in den kommunalen Gremien Berücksichtigung finden (im Idealfall).

Zusammenarbeit mit den Linzer Seniorenheimen
Dazu stellte Bürgermeister Hans-Günter Fischer fest, dass sich die Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenbeirat und den drei Linzer Heimen kontinuierlich positiv entwickelt, nicht zuletzt auch dank des Einsatzes unserer Beauftragten für die Heime, Frau Hannelore Nitsche. Dafür ganz herzlichen Dank. Anfang des Monats hat sie mit den Vertreterinnen und Vertretern der Senioreneinrichtungen einen regelmäßigen Tanztee ins Leben gerufen. Dieser startet am 10.4. im Seniorenzentrum Linzer Berg in Kretzhaus.

Die Veranstaltungen des Seniorenbeirates werden immer mehr von den Damen und Herren aus den Heimen besucht, eine überaus positive Entwicklung.

Als gemeinsame Veranstaltung ist auch dieses Jahr, am 27. Juli, wieder die Schiffstour nach Bonn in der Planung. Dazu teilte Frau Susanne Hagen vom VG-Heim mit, dass sich die Kosten für diese Veranstaltung stark erhöht hätten. Sie bat zu prüfen, ob die Verbandsgemeinde bzw. der Seniorenbeirat das Vorhaben finanziell unterstützen könnten.
Josef Schmaus vom DRK, seit Beginn an bei der Schiffstour mit seinen Leuten dabei, stellte fest, dass dieses Angebot insbesondere für die in ihrer Mobilität eingeschränkten Heimbewohner gedacht war. Deshalb unterstütze das DRK gerne die vom damaligen Heimobmann Bernhard Oeckerath und dem Mitinitiator Jochen Schulz ins Leben gerufene Veranstaltung. Diese für viele Heimbewohner willkommene Abwechslung solle man nicht einfach so fallen lassen.

Als weitere Veranstaltungen sind im Seniorenheim der Verbandsgemeinde gemeinsame Spielenachmittage und ein Skatturnier für Bewohner und Besucher in der Planung. Zumindest bei der Vorbereitung eines Skatabends versucht der Vorsitzende behilflich zu sein.

Kurz vor Weihnachten konnte wir dem „Linzer Berg“ vom Seniorenbeirat eine mobile Küche übergeben. Nun kann also auch in Kretzhaus für die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort Leckeres zubereitet werden. Mit den Schülerinnen und Schülern der Alice-Salomon-Schule gibt es auch dieses Jahr wieder gemeinsame Kochveranstaltungen in den drei Seniorenheimen. Für die einen ist es Teil der Ausbildung für die Bewohner eine willkommene Abwechslung und Freude machte es allen Beteiligten.

Das Seniorenheim der Verbandsgemeinde möchte eine Wand im Gemeinschaftsraum mit einem sogenannten Wimmelbild (collagenartig sind Motive aus vergangenen Jahrzehnten dargestellt) neu gestalten und hat dazu den Seniorenbeirat um Mithilfe gebeten. Auf Anfrage bei der Realschule Plus waren dort die Kunstlehrerinnen gerne bereit, gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern entsprechende Vorlagen im Unterricht zu gestalten. Eine Ausstellung der schönsten Arbeiten gibt es demnächst im Ver-waltungsgebäude. Wieder ein Projekt das deutlich macht, wie wichtig es dem Seniorenbeirat ist, Generationen übergreifend tätig zu sein.


Zum Stand der Hospizlichen Betreuung in unserer Region erläuterte Dr. Bruno Kirchhof, dass für die Unterstützung in der letzten Lebensphase, zur zugewandten Betreuung eine ausreichende Zahl ehrenamtlicher, aber professionell ausgebildeter Helferinnen und Helfer zur Verfügung stehen. Diese wurden in Linz ausgebildet und haben eine eigene Hospizgruppe in der VG gegründet unter dem Dach des ambulanten Hospiz und des Hospizverein in Neuwied. Zwei der drei Altenheime im Gebiet der VG haben mit der Hospizorganisation Kooperationsverträge geschlossen, die sich für betroffene Bewohner aber auch für die MitarbeiterInnen der Heime als segensreich erwiesen haben. Besonders erwähnenswert ist, dass einem dieser Kooperationsverträge auch ein ambulanter Pflegedienst als Partner beigetreten ist.
Das Heim in Kretzhaus steht in unmittelbaren Gesprächen mit dem ambulanten Hospiz mit dem Ziel ebenfalls einen Kooperationsvertrag abzuschließen. Im Krankenhaus ist die Vermittlung hospizlicher Hilfestellungen ebenfalls gewährleistet.
Jeder, der selbst oder für einen anderen oder für eine mitbetroffene Familie Unterstützung sucht, kann sich an das ambulante Hospiz oder auch an eine Hospizhelferin wenden. Sie oder er werden dann von einer hauptamtlichen Hospizfachkraft besucht und in aller Regel an eine Helferin vermittelt. Die hauptamtliche Fachkraft bleibt in ständigen Kontakt mit der Helferin und bei Bedarf mit den Hilfebedürftigen.


Über Arbeit einer Arbeitsgruppe „Aktiv im Alter“ berichtete Frau Waltraud Schmaus:

Auf große Resonanz ist der Englischstammtisch gestoßen. 15 bis 17 Personen, hauptsächlich alleinstehende Frauen, treffen sich einmal im Monat um sich in englischer Sprache auszutauschen.

Als Abwechslung für die Bewohnerinnen und Bewohner im VG-Heim ist der Mundart-Stammtisch gedacht. Gäste sind dort herzlich willkommen.

Unter der Federführung von Frau Edeltraud Billinger treffen sich Interessenten in der Realschulküche, um dort preiswert zu kochen, vorwiegend mit Produkten der „Tafel“. Dieses Projekt, in erster Linie für die „Kunden“ der Tafel gedacht, steckt noch in den Kinderschuhen. Die ausprobierten Rezepte verteilt das Kochteam dann über die Warenausgabe der „Tafel“.



Verschiedenes

Bürgermeister Hans-Günter Fischer informiert die Mitglieder des Seniorenbeirates über die geplante Gesundheits-, Fitness- und Seniorenmesse am 22. und 23.9. in Vettelschoß. Am 22.9. findet dann parallel der diesjährige Rheinhöhenlauf statt. Beide Veranstaltungen könnten von der unmittelbaren Nähe nur profitieren. Unsere Region sei gut aufgestellt und es gelte sie nach vorne zu bringen. Eine solche Veranstaltung biete die Möglichkeit, das bereits vorhandene Angebot zu zeigen.

Der Seniorenbeirat als Mitveranstalter erhält bei dieser Messe ebenfalls die Gelegenheit über seine Themen zu informieren.

Frau Gerhild Schranz vom Pflegestützpunkt informiert den Seniorenbeirat über eine Veranstaltung am 23.4.2012, 17.00 Uhr, im Sitzungssaal der Verwaltung. In einem Vortrag informiert dann Oberarzt Reinhard Fröder vom Marienhausklinikum Waldbreitbach über „Leben mit Depression“. Die Mitglieder des Beirates sind schon jetzt dazu eingeladen.

Gegen Ende der Sitzung wurde die Frage nach der konkreten Umsetzung des Kümmerer-Projektes gestellt. Wenn sich z.B. eine Person für diese ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, wie erfährt er dann, was genau zu tun ist?

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sowohl mit den Menschen, die bereits konkretes Interesse gezeigt haben als auch mit jenen, die sich hoffentlich noch dafür interessieren, das Vorhaben ganz genau abgesprochen wird. Dazu sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe gerne bereit. Interessenten für eine bestimmte Gemeinde, eine bestimmte Straße oder einen bestimmten Ortsteil (das bestimmt der ehrenamtliche Anbieter selbst) können sich an das Seniorenbüro mit ihren Fragen wenden. Im kleinen Kreis könnte dann das genaue Vorgehen besprochen werden. Auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe müssen im Laufe der konkreten Umsetzung noch ihre Erfahrungen sammeln.

Ganz wichtig ist dabei die Feststellung, dass der „Kümmerer“ vor Ort keine Konkurrenz zu den bereits zahlreichen sozialen Angeboten sein will, sondern eine Ergänzung.

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Hindernisfreie Mobilität in der Verbandsgemeinde Linz am Rhein

- Behinderung durch Mülltonnen auf Gehwegen,

Gespräch mit Vertretern der Abfallentsorgungsunternehmen


Wie schon mehrfach berichtet, hat der Seniorenbeirat in diesem Jahr die hindernisfreie Mobilität zu seinem Schwerpunktthema gemacht. Dazu stellte er Ende letzten Jahres einen Antrag an den Verbandsgemeinderat mit dem Ziel, neben anderen Maßnahmen die Nutzung von Gehwegen als Abstellfläche für Mülltonnen zu verhindern. Dazu hat die Verbands-gemeinde Linz dem Kreis Neuwied als Vertragspartner der Abfallentsorger entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation genannt:

1. Zu den jeweiligen Abfuhrterminen sind die Abfallbehälter von den Mitarbeitern des Fuhr-unternehmens nach der Leerung wieder dorthin zurückzustellen, wo sie von den Anliegern bereitgestellt wurden.

Den Bürgerinnen und Bürgern ist mitzuteilen, dass die zu leerenden Müllbehälter nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück, unmittelbar neben dem Gehweg (Einfahrt, Treppenaufgang usw.) abzustellen sind.

2. Wenn das Abstellen auf dem eigenen Grundstück nicht wie o.a. möglich ist, kann bei ent-sprechender Breite des Gehweges der Müllbehälter unmittelbar an der Hauswand abgestellt werden. Dabei muss eine Behinderung für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator (aber auch mit Kinderwagen oder Kinderfahrrad) vermieden werden.

3. Gegebenenfalls ist auch zu prüfen, ob zu Gunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer (behinderte Menschen, Kinderwagenfahrer, Kinder) die Müllbehälter am Straßenrand (an der Kante zum Gehweg) bereitgestellt werden könnten (insbesondere in Wohnvierteln mit überwiegendem Anliegerverkehr).

Um die Durchsetzung dieser Maßnahmen zu klären, fand jetzt bei der Kreisverwaltung Neuwied ein Gespräch mit Vertretern der Abfuhrunternehmen, der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinde Linz und des Seniorenbeirates Linz statt. Als Ergebnis konnten die Gesprächsteilnehmer schließlich folgende Punkte festhalten:

Die Abfallbehälter werden von den Entsorgungsfirmen wieder an die Plätze zurückgestellt, wo sie für die Abfuhr bereitgestellt wurden.

Von den Entsorgungspflichtigen (Grundstückseigentümer, Mieter usw.) werden die Abfallbehälter zur Entleerung direkt an der Grundstücksgrenze unmittelbar neben den Gehweg gestellt.

Alle Beteiligten hoffen, dass durch diese Regelung eine Besserung der Situation eintreten wird. Sollte es dennoch zu Behinderungen durch Mülltonnen kommen, so können sich die Bürgerinnen und Bürger direkt an die Entsorgungsfirmen SITA WEST GmbH und Bellersheim (Restmüll) in Neuwied wenden.

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„Hindernisfreie Mobilität in der Verbandsgemeinde Linz am Rhein“

Informationsveranstaltung des Seniorenbeirates am 15.11.2011


Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz am Rhein hat die „Hindernisfreie Mobilität“ in diesem Jahr zu einem Schwerpunktthema gemacht. Dazu stellte er Ende des vergangenen Jahres einen Antrag an den Verbandsgemeinderat mit folgenden Punkten:

1. Verhinderung der anhaltenden Nutzung von Gehwegen als erweiterte Betriebsfläche der Müllentsorger.

2. Beendigung der Nutzung von Gehwegen für Verkehrsschilder, Hinweisschilder und anderen auf Zeit oder auf Dauer abgestellter oder angebrachter Materialien, die ein ungehindertes Benutzen durch Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren be- oder sogar verhindern.

3. Bei jedem Fahrbahn- und oder Gehwegausbau (Um- oder Neugestaltung) konsequentes Berücksichtigen der Bedarfe von in der Mobilität eingeschränkten Bürgerinnen und Bürgern.

4. Energisches Vorgehen gegen das Verstellen von Gehwegen durch – auch nur kurzfristig – abgestellte Fahrzeuge. Diesem Antrag hat der Verbandsgemeinderat im Dezember 2010 zugestimmt.

Als Begründung für die geforderten Maßnahmen ist die Tatsache zu nennen, dass die Anzahl der Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, zugenommen hat und weiter zunehmen wird, sowie der erforderliche Bewegungsraum für Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen und Kinderräder vorhanden sein muss, da die Bedürftigsten auf die Nutzung öffentlicher Flächen besonders angewiesen sind. Wer nicht rausgehen kann, der droht zu vereinsamen.


Zu 1  Der Kreis Neuwied (Kreisverwaltung), als Vertragspartner der Abfallentsorger, ist von der Verbandsgemeinde Linz in mehreren Gesprächen und schriftlich zur Umsetzung folgender Maßnahmen gebeten worden:

1. Zu den jeweiligen Abfuhrterminen sind die Abfallbehälter von den Mitarbeitern des Fuhrunternehmens nach der Leerung wieder dorthin zurückzustellen, wo sie von den An-liegern bereitgestellt wurden. Den Bürgerinnen und Bürgern ist mitzuteilen, dass die zu leerenden Müllbehälter nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück, unmittelbar neben dem Gehweg (Einfahrt, Treppenaufgang usw.) abzustellen sind.

2. Die Mitarbeiter der Abfuhrunternehmen müssten entgegen der bisherigen Praxis die bereitgestellten Behälter vom Grundstück nehmen und nicht nur die Tonnen leeren, die auf öffentlichen Flächen (Gehweg etc.) abgestellt sind.

3. Wenn das Abstellen auf dem eigenen Grundstück nicht wie o.a. möglich ist, kann bei entsprechender Breite des Gehweges der Müllbehälter unmittelbar an der Hauswand abgestellt werden. Dabei muss eine Behinderung für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator (aber auch mit Kinderwagen oder Kinderfahrrad) vermieden werden.

4. Gegebenenfalls ist auch zu prüfen, ob zu Gunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer (behinderte Menschen, Kinderwagenfahrer, Kinder) die Müllbehälter am Straßenrand (an der Kante zum Gehweg) bereitgestellt werden könnten (insbesondere in Wohnvierteln mit überwiegendem Anliegerverkehr). Mit Vertretern der Kreisverwaltung, der Abfuhrunternehmen und des Seniorenbeirates ist zu den genannten Punkten ein Gespräch bis Ende November vorgesehen.

Zu 2  Aus Sicht eines Gehbehinderten oder eines Bürgers, der für Gehbehinderte und alte Menschen Verantwortung trägt, ist es unverständlich, dass regelmäßig an Gefahrenstellen - auch in de Verantwortung von Kommunen – Schilder so aufgestellt werden, dass der schützende Gehweg verlassen werden muss. Dies gilt auch für Baustellenbereiche, die den Gehweg selbst nicht betreffen, also durch Gefahrenhinweis große Gefahren erzeugt werden. An anderen Stellen findet man versperrende Blumenkübel. Selbst in eng bebauten Gebieten gilt es nicht selten, den Gehweg zu verlassen, weil die Pracht der Gartenpflanzen zu sehr in den Gehbereich herein wächst. Anmerkung: Kinder bis 8 Jahre müssen mit Roller oder Fahrrad auf dem Gehweg fahren und sind von den genannten Gefahrenstellen ebenfalls betroffen. Seitens der Verwaltung wird dieser Punkt verstärkt in Augenschein genommen. So werden durch Außendienstler, Bedienstete der gemeindlichen Bauhöfe und Hinweise aus der Bevölkerung solche Hindernisse bei den zuständigen Fachbereichen gemeldet. Die Verwaltung achtet darauf, dass durch das Aufstellen von Hinweis- und Verkehrsschildern keine Behinderungen entstehen (entsprechende Anweisungen an die Baufirmen).

Zu 3  Dazu gab es auf Einladung der Verbandsgemeinde einen Vortrag von Professor Dr. Jürgen Gerlach, Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und –technik an der Universität Wuppertal. Seine Empfehlungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, sollen in Zukunft noch stärker Berücksichtigung finden. So sollte z.B. bei Straßen- und Wegebaumaßnahmen verstärkt die Perspektive des Fußgängers Grundlage der Planungen sein (und nicht wie bisher die Fahrbahnbreite). Als konkrete Maßnahme ist vorgesehen, bei zukünftigen Planungen von Neu- oder Aus-baumaßnahmen dem Seniorenbeirat als Fürsprecher der in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen ein Anhörungsrecht einzuräumen.

Zu 4  Auch zu diesem Dauerthema sollen die Bürgerinnen und Bürger zunächst über die örtlichen Medien auf die Problematik hingewiesen werden (Appell an die AutofahrerInnen). Sollte darauf keine positive Reaktion erfolgen, würden zunächst entsprechende Sanktionen ange-kündigt und schließlich auch verstärkt durchgesetzt.

Schulprojekt
Schülerinnen und Schüler des Linzer Martinus-Gymnasiums haben unter der Leitung ihrer Lehrerin Heike Nefigmann mit Rollstühlen und Gehhilfen die hindernisfreie Nutzung von Wegen, Straßen und Plätzen „getestet“. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen präsentierten die „Testpersonen“ zu Beginn der Informationsveranstaltung (Powerpoint und Videoclip).
Der Seniorenbeirat bedankt sich bei Frau Nefigmann und ihrer Klasse für die gute Zusammenarbeit. Schließlich möchte der Beirat damit zeigen, dass die von ihm angepackten Themen auch für andere Generationen interessant und wichtig sind.

Teilnehmer der Informationsveranstaltung zum Thema "Hindernisfreie Mobilität" am 15.11.2011 im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Linz am Rhein

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Bilanz und neue Pläne

- Klausurtagung der Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates

Was waren die Ziele, was wurde erreicht und was muss noch umgesetzt werden? Mit diesen Fragen zum Thema Älterwerden in der Verbandsgemeinde Linz traf sich Ende Oktober die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates. Wie in der Satzung des Beirates verankert, wollten die ehrenamtlichen Mitglieder der Arbeitsgruppe darüber beraten, inwieweit die Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Linz in der Vergangenheit wahrgenommen worden sind bzw. in Zunkunft noch besser durchzusetzen wären.

So hatte sich die Seniorenvertretung in diesem Jahr die „Hindernisfreie Mobilität in der Verbandsgemeinde Linz“ zum Schwerpunktthema gemacht. Ende 2010 stellte man einen Antrag an den Verbandsgemeinderat um dafür zu sorgen, dass Behinderungen auf Gehwegen vermieden werden, und dass beim Straßen- bzw. Gehwegausbau die Belange der Menschen mit eingeschränkter Mobilität Berücksichtigung finden. Die genauen Ergebnisse dazu stellt die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates in Kürze vor.

Im vergangenen Jahr hatte sich bei den Bürgerbefragungen im Rahmen des Programms „Aktiv im Alter“ herausgestellt, dass sich viele Menschen (besonders allein stehende) eine bessere Kommunikation, insbesondere bei Problemen im sozialen Bereich, wünschen. Zu diesem Thema konnte die Arbeitsgruppe unter dem Titel „Kümmerer“ jetzt ein Konzept erarbeiten, das möglichst zügig umgesetzt werden soll. Dabei ist vorgesehen, für die Bürgerinnen und Bürger mit Fragen im sozialen Bereich eine Anlauf- und Vermittlungsstelle einzurichten.

Ferner beschäftigte sich die Arbeitsgruppe mit der fehlenden bzw. nicht ausreichenden Mobilität im Alter, besonders für die Menschen in den Höhengemeinden. Ohne eigenes Fahrzeug oder mobile Angehörige ist es nicht einfach, zum Einkaufen, zur Freizeitgestaltung oder zum Arztbesuch an den gewünschten Ort zu gelangen. Zwar hat das Anrufsammeltaxi die Mobilität außerhalb des Fahrplans der öffentlichen Verkehrsmittel insgesamt verbessert, die Wahrnehmung und Erreichbarkeit individueller Termine und Ziele bleibt dagegen weiter schwierig. Hier wollen die Mitglieder der Arbeitsgruppe nach Beispielen in anderen Städten und Kommunen suchen, bei denen es zu diesem Thema Lösungsvorschläge gibt.

Als weiteres Ziel hat sich der Seniorenbeirat die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen. Dazu zählen die Optimierung von Veranstaltungsankündigungen und eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den sozialen Anbietern. Zu Themen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich soll es weiterhin Informationsveranstaltungen in der Verbandsgemeinde geben. Die überaus gut besuchten Veranstaltungen mit Informationen zur Patientenverfügung zeigen deutlich, wie wichtig diese Angebote sind.

Ein ganz wichtiges Anliegen ist dem Seniorenbeirat die Zusammenarbeit mit der Jugend und zwar über die Schulen, die Jugendpflege und die Kindergärten. Als Beispiele seien hier die Unterstützung bei der Ferienfreizeit durch ehrenamtliche Helfer, die von den Kindern gebastelten Geburtstagskarten aus den Kindergärten für die Heimbewohner sowie die Kochvorführungen durch Schülerinnen und Schüler der Alice-Salomon-Schule Linz in den Seniorenheimen mit der mobilen Küche genannt.

Abschließend stellten die Tagungsteilnehmer fest, dass einige Projekte, die vom Seniorenbeirat eingerichtet oder initiiert worden sind, im sozialen Gefüge der Verbandsgemeinde eine wichtige Rolle eingenommen haben. So hat die Ansprechpartnerin des Beirates für die Linzer Seniorenheime (Heimobfrau) mit dafür gesorgt, dass der Kontakt zu diesen Einrichtungen und die Zusammenarbeit mit ihnen auf einem sehr guten Weg sind. Dass die Hospiz-Betreuung jetzt auch in der Verbandsgemeinde Linz gewährleistet ist, kann als weiteres wichtiges Ergebnis betrachtet werden.
Im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde treffen sich regelmäßig die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zum Informationsaustausch und zur Begleitung ihrer engagierten Arbeit. Dieser monatliche Termin soll noch ausführlicher in der Öffentlichkeit dargestellt werden.

Fazit: Einiges ist durch die Arbeit des Seniorenbeirates zum Wohle, insbesondere der älteren Menschen in der Verbandsgemeinde Linz, auf den Weg gebracht worden. Für die Zukunft gibt es jedoch noch einige Projekte, die nur mit einer kontinuierlichen Fortführung der Seniorenarbeit zu realisieren sind. Der demografische Wandel verstärkt diese Tatsache noch zusätzlich.

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Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz am Rhein präsentiert im Rahmen des Themenjahres „Kunst und Kultur, kreativ in jedem Alter“ das Theaterstück

„DREI REIGEN, SCHNITZLER AND FRIENDS“

EIN DREITEILIGER ABEND MIT DEM ERINNERUNGSTHEATER BONN

Inszenierung: Simona Furlani, Bühnenbildbetreuung: Ansgar Baradoy, Kostüme: Ursula Brückner. Mit: Mechthild Hammerschmidt, Ursula Groth, Hubert Schumacher, Harald Storm, Ursula Klein, Oliver Ewy, Thea Kämpgen, Jochen Meyn, Dagmar Blanke, Gabi König, Erich Landgraf, Wolfgang Koska, Edith Hoffmann, Hanns Uelner.

Drei Reigen: der Liebe, des Lebens, der Sehnsucht. Drei Teile, die zusammen gehören und doch so unterschiedlich sind. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Suche nach Rausch als Ersatz für wahre Liebe bilden das Hauptmotiv von Schnitzlers REIGEN und sind der Ausgangspunkt der neuen Produktion des Erinnerungstheaters Bonn. Die Akteure unternehmen eine Rundreise in ihre eigenen Lebenswelten und Erinnerungen und tauchen in einer Welt wieder auf, in der Liebe möglich scheint und Worte und Text sich im Tanz und Gesang auflösen. „Drei Reigen, Schnitzler and friends“ hat am 22. Februar 2011 im Foyer der Kammerspiele Bonn seine Premiere gefeiert und es ist die vierte Produktion des Erinnerungstheaters Bonn unter der Leitung von der Tanz- und Theaterpädagogin Simona Furlani, die früher im Ballettensamble der Oper Bonn tätig war.

So kommentierte Elisabeth Einecke-Klöverkorn vom General-Anzeiger das Stück: „Simone Furlani inszeniert den ersten Teil von „Drei Reigen, Schnitzler and friends“ als quiklebendigen Tanz durch die gespenstige Wiener Fin-de-Siécle Gesellschaft. Anschließend öffnet das Ensemble neuere Beziehungskisten. Aus dem Chor der Glücksucher erheben sich Stimmen, die Geschichten vom Verlassen und Wiederfinden erzählen. Ihre Sehnsucht tanzen sie wortlos im dritten kurzen Teil sehr anrührend […]“.

Die Stimmen von Nicole Mieding der Rhein-Zeitung: „[…] Der Umstand, dass diese Schauspieler auch Geschichten aus ihrem eigenen Leben erzählen, gibt Inszenierungen dieses Ensembles, das sich „Erinnerungstheater“ nennt, eine außergewöhnliche Tiefe. Mit ihrer jährlichen Aufführung am Theater Bonn löst die Truppe ein uraltes Versprechen ein, um das Theaterzuschauer allzu oft betrogen werden: Wahrhaftigkeit. So bringt die Theaterkollage „Drei Reigen, Schnitzler and friends“ eben nicht nur als Schnitzlers sozialkritisches Drama auf die Bühne – sie erweitert es um ganz persönliche, oft tragische Lebenserfahrungen. Es sind Standardsituationen des Beziehungslebens, die die Weltliteratur seit Generationen nähren. In Bad Godesberg aber sind es Geschichten, die das Leben schrieb. Was ihre Wirkung weit über die von bloßer Literatur erhebt“.

Die Aufführung ist am 29. Oktober 2011, 18.00 Uhr, in der Stadthalle Linz, Strohgasse. Eintritt: 4,00 €, Karten unter: 02644 – 560 159.

Zur Geschichte des Erinnerungstheaters Bonn. Das Erinnerungstheater Bonn e.V. wurde vom Regisseur Nicolaus Büschel und der Theaterpädagogin Donatha Teichert im September 2003 am Theater Bonn gegründet. Seit August 2007 wird es von der Theaterpädagogin Simona Furlani geleitet. Ziel des Erinnerungstheaters ist die Erarbeitung von literarischen Vorlagen, in die biographische Elemente der eigenen Mitglieder dramaturgisch in die Handlung einfließen. Das Ensemble, das aus theaterbegeisterten Menschen zwischen 60 und 80 Jahren besteht, möchte so damit erwirken, dass das Publikum an persönlichen Schicksalen teilhaben kann, an ihren Gedanken und Gefühlen, ihren Ängsten und Erwartungen, aber auch an ihrer spezifischen Interpretation von Ereignissen, die inzwischen Geschichte geworden sind. Neben der darstellerischen Begabung ist von den Ensemblemitgliedern deshalb auch eine gewisse Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit eigenen Positionen gefordert. Dem Publikum sollten nicht nur Anregungen zum eigenen Sich-Erinnern, sondern auch Anstöße zu historisch und sozial kritischem Mit- und Gegendenken gegeben werden. Das Ensemble trainiert wöchentlich und produziert in enger Zusammenarbeit mit dem Theater Bonn mindestens ein Stück im Jahr. Die Aufführungen finden in den Kammerspielen Bonn – Bad Godesberg statt.

Curriculum der bisher aufgeführten Stücke:

Wartesaal Erinnerung, Regie: Nicolaus Büchel, Mai und Oktober 2004. Leonce und Lena – Wünsche und Wirklichkeiten, Regie Nicolaus Büchel, November 2005. Das Rheinmärchen, Regie: Marita Ragonese, Januar 2007. Sechs Personen suchen einen Autor, Regie: Simona Furlani, März, April und Mai 2008. Casa Verdi – Der Kuss der Tosca, Regie: Simone Furlani, März, April, Mai, Juni, November, Dezember 2009. Gespenster, Regie:

Simona Furlani Ein minimalistisches Tanzstück, August 2009. Sommergäste, Regie: Simona Furlani, Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 2010 Außerdem wirkten Teile des Ensembles an folgenden Veranstaltungen mit: Totentanz mit dem Bonner Kammerchor, Herbst 2003 Kabale/Schiller/Liebe, mit Bonner Jugendlichen und Senioren, Mai, Juni 2006 sowie auf den Jugendtheatertagen in Salzburg, Mai 2007 Märchen, Theaterfest zur Eröffnung der Spielzeit 2006/2007 und am Tag des Deutschen Kinderhospizes Siegburg, Februar 2007 Käpt´n Book, alljährliche Leseprozession des Theaters Bonn, Oktober 2006.

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Schiffsausflug der Linzer Heime

Mittlerweile ist es schon Tradition, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der drei Linzer Seniorenheime eine gemeinsame Schiffstour von Linz nach Bonn unternehmen. In erster Linie für die Rollstuhl- und Rollatorfahrer ist dieser Ausflug vom Seniorenheim der Verbandsgemeinde, der Senioren-Residenz St. Antonius und dem Seniorenzentrum Linzer Berg schon vor Jahren auf den Weg gebracht worden. Doch ohne die hervorragend organisierte Hilfe durch den DRK-Ortsverein Linz und deren Kolleginnen und Kollegen aus Dierdorf und Vettelschoß wäre diese Veranstaltung nicht zu realisieren. Aber auch zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind für die Durchführung der Reise unverzichtbar.

Mit dem Dank an alle fürsorglichen Helfer konnte dann der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates, Wolfgang Walter, knapp neunzig Damen und Herren an Bord der Rheinprinzessin begrüßen. Bei Kaffee und Kuchen genossen alle Teilnehmerdiesen abwechslungsreichen Nachmittag auf dem Rhein und freuten sich schon auf die Wiederholung im kommenden Jahr.

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Mobil in Linz?

Unter dem Motto 'Mobil in Linz?' untersuchte die Klasse 9b des Martinus-Gymnasiums unter Leitung der Sozialkundelehrerin Heike Nefigmann verschiedene Orte und Straßen der Stadt Linz. Angeregt durch den Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz machten sich die Schülerinnen und Schüler mit Rollstühlen und Rollatoren auf den Weg. Durch Fotos und Videos dokumentierten sie ihre Wege und die Schwierigkeiten, denen Gehbehinderte in Linz begegnen. Als Dokumentation der Ergebnisse ist im Herbst eine Ausstellung in der Verbandsgemeinde-verwaltung geplant, aber so viel stellten die Schüler schon vorab fest: viele Orte lassen sich erst gar nicht erreichen und oft lauern Gefahren auf den getesteten Straßen und Wegen in und um Linz.

„Der Praxisbezug motivierte die Schüler sehr und die neuen Erfahrungen mit den ungewohnten Hilfsmitteln stimmten so manchen meiner Schüler, die sich normalerweise ohne Hilfe frei bewegen können, nachdenklich“, so Heike Nefigmann.

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Nutzen und Risiken einer Patientenverfügung

Privatdozent Dr. med. Bruno Kirchhof informierte auf Einladung der Verbandsgemeinde Linz, in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat

Ein voll besetzter Sitzungssaal war Beweis genug für die Wichtigkeit, sich über Nutzen und Risiken einer Patientenverfügung zu informieren. So machte Privatdozent Dr. Bruno Kirchhof den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern in seinem Vortrag deutlich, dass eine Patientenverfügung weitaus mehr ist, als das Ausfüllen eines Fragebogens.

Auf die selbstgestellte Frage: „Um was geht es bei einer Patientenverfügung eigentlich?“ stellte der Mediziner fest, dass diese Frage aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich beantwortet wird. Die Perspektive eines Gesunden ohne wesentliche Krankheitserfahrung ist eine andere, als die eines Menschen mit tiefer Krankheitserfahrung. Dabei ist in jedem Fall das Wohlbefinden des Patienten entscheidend: Beherrschen von Angst, von Schmerzen, von Verzweiflung, aber auch die Erhaltung und Respektierung der Entscheidungskompetzenz über sich selbst.

Zur Problematik von Patientenverfügungen stellte der Referent klar, dass auch heute noch Menschen darauf vertrauen können und sollen, dass die in der letzten Lebensphase sie Betreuenden aus der richtigen Zugewandtheit mit den richtigen Werteüberzeugungen auch richtig entscheiden.

Bei einer Notfalleinlieferung in ein Krankenhaus oder einem Noteinsatz auf der Straße ist regelmäßig keine Zeit zur Recherche, ob aufgrund einer Verfügung auf bestimmte Eingriffe verzichtet werden muss, soll oder kann. Das heißt im Klartext: in aller Regel können im Notfall Patientenverfügungen keine Wirkung entfalten.

Zur umfassenden Information gehört nach Auffassung des Mediziners auch der Hinweis, dass die Erstellung einer Patientenverfügung nicht frei von Gefahren ist, so zum Beispiel, wenn eines der vielfältig vorhandenen Formulare unterschrieben wird. In solchen Formularen werden generalisierte Verbote ausgesprochen. So findet man zum Beispiel die Formulierung „ich möchte keine Apparatemedizin“. Was versteht der Verfügende darunter? Versteht er zum Beispiel darunter auch ein Verbot von Atemhilfe, wenn nur dadurch die Schwere der manchmal entsetzlichen Atemnot gelindert werden kann? Verbietet er auch dann eine Flüssigkeitszufuhr über eine Dauersonde oder einen implantierten Katheter, wenn anders nicht mehr geeignete Schmerzmittel in erfolgreicher Dosierung verabreicht werden können? Von einer Patienten-verfügung per Ankreuzverfahren kann Dr. Kirchhof nur abraten.

Eine weitere Gefahr sieht der Mediziner darin, dass die Motive, die den oder die Verfügende antreibt, allzu sehr altruistisch sind; das heißt, es wird eine nicht rückkehrbare Vorweg-entscheidung getroffen, der ein eher korrigierbarer aber kleinerer Vorteil eines Dritten oder einer Gruppe wie einer Familie oder Versichertengemeinschaft gegenüber steht. Man möchte ja keinem zur Last fallen. Ein Motiv, das manchem Kranken oder Älteren auch eingeredet werden kann.

Eine Bedrohung durch Patientenverfügungen kann sich nach Ansicht des Mediziners aus der Tatsache ergeben, dass heute nicht nur in der laienhaften Öffentlichkeit, sondern auch immer wieder in Kliniken und anderen Sozialstationen „Patientenverfügung“ gleichgesetzt wird mit Verzicht auf Leben erhaltende oder verlängernde Maßnahmen bei schweren Erkrankungen und leider sogar, wenn nur ein hohes Alter erreicht wurde. So droht die bloße Tatsache, dass eine Patientenverfügung vorliegt, den Verzicht oder Abbruch teurer Maßnahmen zu rechtfertigen.

Diese Bedenken und Gefahren, die zum Thema Patientenverfügung zu nennen sind, bedeuten aber keinesfalls, dass diese prophylaktische Maßnahme nicht empfehlenswert wäre, wenn sie richtig, dass heißt mit richtigem Ziel, richtiger Beratung, inhaltlich individuell und verstehbar abgefasst wird.

Was kann man bzgl. Patientenverfügung heute empfehlen? Ganz generell sollte eine Patientenverfügung, wo immer dies geht und entsprechendes Vertrauen aufbaubar ist, unterstützt und abgesichert werden durch eine Person (einem Bevollmächtigte), die bereit und geeignet ist, diesen Willen durchzusetzen. Der Angst, den Bevollmächtigten mit seiner Verfügung zu sehr zu belasten, kann man vor allem dadurch begegnen, dass man gegebenen-falls die Entscheidung auf mehr als eine Schulter legt.

Dringend ist zu empfehlen, eine Patientenverfügung in freiem Text, wie ein Testament abzufassen, sich dabei viel Zeit zu nehmen und sich von erfahrenen Begleitern bei schweren Krankheiten beraten zu lassen. Dabei können Formulare als Checklisten verwendet werden, um sinnvolle Regelungsbedürfnisse nicht zu vergessen. Wenn man dazu ein halbes Duzend gängiger Formulare verwendet, ist das sicher ausreichend. Verfassen Sie unter diesen Kriterien eine Patientenverfügung und eine Vollmacht solange Sie noch nicht unmittelbar von schwerer Krankheit oder gar Tod bedroht sind. Jedem, der den Auftrag übernommen hat, die Bestimmungen einer Patientenverfügung für einen Menschen durchzusetzen, ist dringend zu raten, zusammen mit dem verantwortlichen Arzt diesen Auftrag in enger gegenseitiger Besprechung zu erfüllen. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, Dr. Bruno Kirchhof in seiner Funktion als Bürgerbeauftragter für Gesundheit und Betreuung in der Verbandsgemeinde Linz, um Rat zu fragen (neue Telefon -Nummer: 02644 – 560 188).

Weitere Informationen bietet auch die Broschüre des rheinlandpfälzischen Ministeriums der Justiz „WER HILFT MIR, WENN…, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung“. Das Heft ist kostenlos bei der Verbandsgemeindeverwaltung Linz erhältlich.

Privatdozent Dr. med. Bruno Kirchhof bei seinem Vortrag im Sitzungssaal der Verwaltung

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Bürgermeister Hans-Günter Fischer und Gertrud Braun als stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates übergaben eine Spende an Lothar Lenz (links) von der Kreisverkehrswacht und Nadine Engebrecht (rechts), Oberkommissarin bei der Linzer Polizeistation. Die 300 Euro waren beim Tag der Generationen durch den Verkauf von Speisen und Getränken eingenommen worden. Damit können jetzt Kinder in den Schulen für den Straßenverkehr fit gemacht werden.